USA
individuell bereisen – Highlights, Routen, Kosten & Planungstipps
Die USA entdecken: Von Küste zu Küste, Städten und Naturwundern
Die USA ziehen mit ihrer einzigartigen Mischung aus atemberaubenden Landschaften, pulsierenden Metropolen und kultureller Vielfalt Reisende aus aller Welt in ihren Bann. An der Westküste locken die sonnenverwöhnten Strände Kaliforniens, die imposanten Nationalparks Utahs, die geheimnisvollen Wüsten Nevadas und die spektakulären Canyons Arizonas – Orte, an denen Naturgewalt, Abenteuer und Freiheit spürbar werden. Im Landesinneren eröffnen Nationalparks wie Yellowstone, Grand Teton oder Bryce Canyon faszinierende Landschaften, tosende Wasserfälle, dampfende Geysire und leuchtende Felsenformationen, die jeden Naturliebhaber begeistern.
Auf der Ostküste pulsiert das Leben in New York City, dem Big Apple, wo Wolkenkratzer, bunte Viertel und Kulturen aus aller Welt ein lebendiges Mosaik ergeben, während Washington D.C., die Hauptstadt, Geschichte, Politik und beeindruckende Monumente wie das Weiße Haus und das Capitol vereint. Weiter südlich locken Miami, Florida und die Florida Keys, von den bunten Straßen Miamis über die entspannte Inselatmosphäre von Key West bis zu den traumhaften Stränden des türkisblauen Meeres – ein perfektes Ziel für Sonne, Strand, Wassersport und karibisches Flair.
Doch die USA sind nicht nur Städte und Naturwunder, sondern auch Kontraste: wohlhabende Regionen, die Innovation, Luxus und Lifestyle verkörpern, treffen auf ländliche Gegenden, in denen soziale Herausforderungen, Armut und politische Spannungen spürbar sind. Von den endlosen Highways über die rauen Küsten Neuenglands, von den glitzernden Lichtern Las Vegas bis zu den stillen Wäldern des Nordens – die USA wecken Sehnsucht, Abenteuerlust und die Lust, die Welt in all ihren Facetten zu entdecken.
Hinter jeder Ecke, in jeder Stadt und in jedem Nationalpark wartet eine Geschichte, die Herz und Sinne gleichermaßen berührt, und lädt dich ein, deinen ganz persönlichen Traum von Amerika zu erleben.
1. Allgemeines
Alles rund um die USA und was für alle Länder gleichermaßen gilt
✈️ Einreise in die USA: Was du wissen musst
Einreise in die USA – Was du wissen musst
Wer in die USA reist, sollte sich rechtzeitig über die Einreisebestimmungen informieren – denn hier gelten strengere Regeln als in vielen anderen Ländern. Mit der richtigen Vorbereitung ist der Start in dein Abenteuer aber problemlos möglich.
✈️ Einreisegenehmigung – ESTA oder Visum?
Für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen benötigen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger kein klassisches Visum, sondern eine ESTA-Genehmigung (Electronic System for Travel Authorization).
- Der Antrag wird online über die offizielle Website der US-Regierung gestellt.
- Die Genehmigung ist zwei Jahre gültig und kostet derzeit 21 USD.
- Die Einreise muss über einen offiziellen Flughafen oder Seehafen erfolgen.
👉 Tipp: Beantrage dein ESTA am besten mindestens eine Woche vor Abflug, um bei Rückfragen oder Verzögerungen genügend Zeit zu haben.
Wer länger bleiben oder z. B. arbeiten, studieren oder ein Praktikum absolvieren möchte, benötigt stattdessen ein entsprechendes Visum (z. B. B1/B2-Visum).
🛂 Einreiseprozess – was dich am Flughafen erwartet
Nach der Landung erfolgt die Pass- und Sicherheitskontrolle. Dabei werden Fingerabdrücke genommen und ein Foto erstellt. Der Beamte stellt meist ein paar Fragen zu deinem Aufenthalt (z. B. Reisezweck, Dauer, erste Unterkunft).
💡 Tipp:
- Reisepass, Rückflugticket und Adresse der ersten Unterkunft griffbereit halten.
- An großen Flughäfen wie New York (JFK), Los Angeles (LAX) oder Miami kann die Kontrolle 30–60 Minuten dauern – plane genügend Zeit ein.
🧳 Zollerklärung
Ein separates Zollformular gibt es meist nicht mehr. Die Fragen werden am Automaten oder direkt bei der Einreise gestellt.
- Lebensmittel, Pflanzen und tierische Produkte müssen deklariert werden.
- Medikamente am besten mit ärztlicher Bescheinigung mitführen.
- Drohnen, Tabak und Alkohol können besonderen Regeln unterliegen – informiere dich vorab über Mengenbeschränkungen.
🛡️ Sicherheit in den USA
Die USA gelten grundsätzlich als sicheres Reiseland, dennoch gibt es regionale Unterschiede:
- In Großstädten (z. B. Los Angeles, San Francisco, New York) sollte man nachts bestimmte Viertel meiden.
- Wertgegenstände nicht sichtbar im Auto liegen lassen – insbesondere auf Parkplätzen von Nationalparks.
- Naturgefahren (z. B. Hitze im Death Valley, Stürme an der Golfküste) nicht unterschätzen.
- Im Notfall: 911 ist die landesweite Notrufnummer.
💡 Tipp:
Informiere dich regelmäßig über aktuelle Hinweise beim
Auswärtigen Amt – Sicherheitshinweise USA.
💡 Fazit – gut vorbereitet in den American Dream
Die Einreise in die USA ist mit etwas Vorbereitung völlig unkompliziert.
Mit einem gültigen biometrischen Reisepass, einer ESTA-Genehmigung und etwas Geduld an der Kontrolle steht deinem Roadtrip oder Städtetrip nichts mehr im Weg.
🚗Transport
Transport – So reist du an der Westküste der USA am besten
Die Westküste der USA lässt sich am einfachsten, flexibelsten und oft auch am günstigsten mit dem Mietwagen erkunden. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Beschilderung übersichtlich und das Autofahren ist im Vergleich zu Europa meist sehr entspannt. Besonders auf den legendären Routen wie dem Highway 1, der Route 66 oder im Yosemite und Death Valley National Park ist ein eigenes Fahrzeug die beste Wahl, um überall spontan anhalten und die Landschaft genießen zu können.
👉 Tipp: Lies dir unbedingt meinen ausführlichen Artikel Mietwagen buchen – so findest du den besten Preis durch. Dort erkläre ich, welche Versicherungen wirklich nötig sind, wie du bei der Einwegmiete sparst und worauf du bei der Abholung achten solltest.
Führerschein
Für das Fahren eines Mietwagens, Vans oder Wohnmobils in den USA benötigst du zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen Führerschein.
Diesen erhältst du ganz unkompliziert bei deiner örtlichen Führerscheinstelle (meist Landratsamt oder Bürgeramt).
💰 Kosten: etwa 15–20 €
⏳ Gültigkeit: 3 Jahre
📄 Wichtig: Immer zusammen mit dem EU-Führerschein mitführen – der internationale Führerschein ist nur in Kombination gültig.
⛽️ Spritpreise & Tank-Tipps
Die Benzinpreise an der Westküste unterscheiden sich stark von Bundesstaat zu Bundesstaat:
- Am günstigsten war der Sprit in Arizona (z. B. Flagstaff und Sedona).
- Teurer wurde es rund um Las Vegas, im Death Valley und generell in Kalifornien.
- Entlang der Küste Richtung Mexiko wird es wieder deutlich günstiger.
- Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich pro Gallone oft rund 1 US-Dollar sparen – besonders lohnenswert bei großen Campern.
- In Nationalparks ist Tanken meist spürbar teurer, daher besser vor dem Parkeingang nochmal auffüllen.
🚗 Verkehrsregeln & Geschwindigkeitslimits
Die Verkehrsregeln in den USA unterscheiden sich in einigen Punkten von denen in Deutschland:
- Rechtsabbiegen bei Rot ist in vielen Bundesstaaten erlaubt, sofern kein Schild es verbietet.
- Stop-Schilder sind absolut zu beachten – an jeder Kreuzung wird vollständig angehalten, auch wenn kein Auto kommt.
- Schulbusse mit Blinklicht dürfen nicht überholt werden – weder von vorne noch von hinten.
- Auf Highways gilt meist Keep right – pass left, also nur links überholen.
- Tempolimits sind in den USA streng – schon kleine Überschreitungen können teure Bußgelder bringen:
- Innerorts: 25–35 mph (ca. 40–55 km/h)
- Highways: 55–70 mph (ca. 90–110 km/h)
- Interstates: teils bis 75 mph, z. B. in Nevada oder Arizona
→ Die genauen Limits stehen immer ausgeschildert und können je nach Staat und Straße leicht variieren.
💵 Parken & Gebühren
Parkplätze sind in vielen Städten knapp und oft kostenpflichtig:
- In den Innenstädten großer Städte (z. B. San Francisco, Los Angeles, New York) kann das Parken schnell 10–40 USD pro Tag kosten.
- Achte unbedingt auf **Verbotsschilder („No Parking“, „Tow Away Zone“) – sonst wird schnell abgeschleppt.
- In Nationalparks ist das Parken auf ausgewiesenen Flächen meist kostenfrei oder im Eintritt enthalten.
- Für Camper und Vans gilt: Übernachten auf normalen Parkplätzen ist meist verboten – lieber einen offiziellen Campground oder Stellplatz nutzen.
Mit Van oder Wohnmobil unterwegs
Für viele gehört ein Roadtrip mit dem Camper oder Van zum echten USA-Erlebnis dazu. Du bist unabhängig, hast dein Bett immer dabei und kannst direkt in der Natur übernachten.
In meinem Roadtrip Special findest du viele nützliche Tipps dazu – von der Routenplanung über die Auswahl des richtigen Fahrzeugs bis hin zu praktischen Spartipps.
Stellplätze & Kosten:
An der Westküste findest du viele offizielle Campgrounds, besonders in den Nationalparks und an der Küste. Die Preise liegen meist zwischen 20 und 50 USD pro Nacht, je nach Ausstattung. Frühzeitig reservieren lohnt sich – besonders im Sommer.
Kostenlose Stellplätze („Boondocking“) sind teils auf öffentlichem Land erlaubt, wenn keine Verbotschilder stehen.
Transport in den Städten
In den großen Städten wie Los Angeles, San Francisco oder Las Vegas ist es oft entspannter, das Auto stehen zu lassen.
Hier ein Überblick, wie du dich am besten fortbewegst:
- 🚗 Uber & Lyft: Günstig, schnell und zuverlässig – perfekt für kurze Strecken oder abends, wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr fahren.
- 🚋 San Francisco: Die historischen Cable Cars sind ein absolutes Muss! Eine Fahrt über die steilen Straßen mit Blick auf die Bucht gehört einfach dazu. Außerdem gibt es Busse, Straßenbahnen und U-Bahn (BART).
- 🤖 Autonome Taxis: In San Francisco kannst du mittlerweile mit selbstfahrenden Taxis (z. B. von Waymo) fahren – eine spannende Erfahrung! Die Fahrt buchst du direkt über deren App.
- 🚌 Los Angeles: Die Stadt hat ein großes Bus- und Metro-Netz, ideal für Tagesausflüge ohne Parkplatzsuche.
- 🚆 New York: Die U-Bahn ist das schnellste und günstigste Verkehrsmittel, um durch die Stadt zu kommen.
Spartipps für unterwegs
- Tankpreise vergleichen: Mit Apps wie „GasBuddy“ findest du die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe.
- Maut vermeiden: Viele Routen bieten kostenlose Alternativen – achte auf Schilder wie „Toll Road“.
- Parken: In Großstädten lieber ein Hotel mit Parkplatz wählen, sonst können Gebühren schnell teuer werden.
- Navigation: Google Maps oder die App „Maps.me“ funktionieren super – lade dir Karten offline herunter, falls du keinen Empfang hast.
🩺Empfehlung Impfungen + Gesundheitstipps
Für touristische Reisen in die USA sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Es wird empfohlen, die Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern, Mumps, Röteln etc.) auf dem aktuellen Stand zu halten. Je nach Reiseart können Hepatitis A und B sinnvoll sein.
In Nordamerika gibt es keine relevanten Tropenkrankheiten.
Da die medizinische Versorgung in den USA sehr gut, aber teuer ist, solltest du unbedingt eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransportoption abschließen.
Diese Hinweise ersetzen keine ärztliche Beratung. Bitte stimme dich mit deinem Hausarzt ab und informiere dich beim Auswärtigen Amt über aktuelle Empfehlungen.
💸Preisgefüge in den USA
💵 Preisniveau in den USA – Was kostet das Reisen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten?
Wer von Europa, Asien oder Südamerika in die USA reist, wird schnell feststellen: Die Vereinigten Staaten gehören zu den teureren Reisezielen weltweit. Besonders Unterkünfte, Restaurantbesuche und Eintrittspreise liegen oft über europäischem Niveau. Mit etwas Planung lassen sich jedoch auch hier Kosten sparen, ohne auf Erlebnisse verzichten zu müssen.
🏨 Hotels & Unterkünfte
Im Vergleich zu Asien oder Südamerika sind Hotels und Motels in den USA deutlich teurer. Selbst einfache Motels oder Mittelklassehotels beginnen in beliebten Regionen wie Kalifornien, Nevada oder Florida oft bei 100–150 USD pro Nacht. In Großstädten wie New York oder San Francisco sind Preise über 200 USD pro Nacht keine Seltenheit.
👉 Tipp: Frühzeitig buchen, Nebensaisonen nutzen und Alternativen wie Airbnb, Hostels oder Campgrounds (besonders für Roadtrips) in Betracht ziehen.
🍔 Essen & Trinken
Essen gehen ist in den USA im Vergleich zu Asien oder Südamerika spürbar teurer – vergleichbar oder leicht teurer als in Westeuropa.
- Ein einfaches Frühstück oder Fast-Food-Menü kostet etwa 10–15 USD,
- ein Abendessen im Restaurant schnell 25–50 USD pro Person.
Dazu kommt das obligatorische Trinkgeld von 15–20 %, das fest einkalkuliert werden sollte.
👉 Tipp: Viele Supermärkte wie Trader Joe’s, Whole Foods oder Walmart bieten günstige To-go-Optionen oder frische Snacks.
⛽ Transport & Mietwagen
Die USA sind ein Autoland – Mietwagen sind für Roadtrips meist die beste Lösung.
Die Preise variieren je nach Saison und Ort, liegen aber meist bei 40–80 USD pro Tag für einen Kompaktwagen.
Der Benzinpreis ist im Vergleich zu Europa deutlich niedriger, schwankt aber regional stark:
- Am günstigsten: Bundesstaaten wie Arizona oder Texas,
- Am teuersten: Kalifornien und Nationalparks.
👉 Wer auf den Spritpreis achtet, kann pro Gallone bis zu 1 USD sparen.
🎢 Aktivitäten & Eintrittspreise
Viele Sehenswürdigkeiten und Nationalparks sind kostenpflichtig. Der America the Beautiful Pass (Annual Pass) lohnt sich für alle, die mehrere Parks besuchen – er kostet 80 USD pro Jahr und gilt für ein Fahrzeug und bis zu vier Personen.
Eintritte zu Museen, Aussichtsplattformen oder Freizeitparks sind oft höher als in Europa. Ein Besuch im Disneyland oder Universal Park kann leicht über 150 USD pro Tag kosten.
💳 Bezahlung & Kreditkarte
In den USA ist Kreditkarte das wichtigste Zahlungsmittel – selbst kleine Beträge wie Parktickets, Kaffee oder Fast Food werden damit bezahlt.
- Bargeld wird nur selten benötigt (empfohlen: 50–100 USD Notreserve).
- Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert, American Express dagegen nicht immer.
👉 Tipp: Achte auf eine Karte ohne Fremdwährungsgebühren und mit kostenlosen Bargeldabhebungen.
Hier findest du meinen Reisekreditkartenvergleich mit Empfehlung für stressfreies und günstiges Bezahlen auf Reisen.
🛍️ Einkaufen
Elektronik, Kleidung und Outdoor-Ausrüstung sind in den USA teilweise günstiger als in Europa – vor allem während der Sale-Zeiten (z. B. Black Friday oder Labor Day). Luxusmarken und importierte Waren sind dagegen oft teurer.
Achtung: In vielen Bundesstaaten kommen Sales Taxes (Umsatzsteuern) von 6–10 % erst an der Kasse hinzu.
💡 Fazit: USA im Preisvergleich
Im Vergleich zu Asien oder Südamerika ist das Reisen in den USA deutlich kostspieliger, aber auch komfortabler und berechenbarer. Gegenüber Zentraleuropa liegt das Preisniveau leicht höher, variiert jedoch stark zwischen Regionen:
- Südwesten & Nationalparks: teurer bei Unterkünften und Eintrittspreisen,
- Mittlerer Westen & Südstaaten: oft überraschend günstig,
- Großstädte: ähnlich teuer wie London oder Zürich.
👉 Mit geschickter Planung – z. B. Mietwagen früh buchen, an der Tankstelle sparen, in Motels übernachten oder mit der richtigen Reisekreditkarte zahlen – lässt sich der USA-Roadtrip auch mit begrenztem Budget realisieren.
New York
The Big Apple
New York City – die Stadt, die niemals schläft. Kaum ein Ort auf der Welt vereint so viele Gegensätze: Zwischen glitzernden Wolkenkratzern, historischen Vierteln, hippen Märkten und grünen Oasen wie dem Central Park pulsiert das Leben rund um die Uhr.
Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter – von den trendigen Cafés in Brooklyn bis zu den Lichtern des Times Square. Ob du zum ersten Mal hier bist oder schon mehrmals – New York überrascht jedes Mal aufs Neue.
👉 In meinem New York-Guide findest du Routentipps für 3 Tage, Spartipps für Transport, Eintritte und Essen sowie Empfehlungen, wie du das Maximum aus deinem Aufenthalt im Big Apple herausholst.
🇺🇸 Land und Leute
New York City ist mehr als eine Stadt – sie ist ein globales Schmelztiegel-Erlebnis. Historische Viertel, Wolkenkratzer, Kunst, Theater und Street Food machen die Stadt zu einem Ort voller Energie.
Kultur und Alltag
Die Menschen in New York sind schnell, direkt und oft multitaskingfähig, aber gleichzeitig freundlich, wenn man sich respektvoll verhält. Die Stadt vereint verschiedene Ethnien und Kulturen: von Chinatown über Little Italy bis zu afroamerikanischen Communities in Harlem. Kunst, Musik und kulinarische Vielfalt prägen das tägliche Leben.
Geld, Einkommen und soziale Verhältnisse
New York gilt als teuerste Stadt der USA. Wer über 100.000 USD Jahresgehalt verdient, kann komfortabel leben; viele leben jedoch mit deutlich weniger. Die Unterschiede zwischen wohlhabenden Vierteln wie Upper East Side und ärmeren Bereichen sind sichtbar, aber die Stadt bietet vielfältige Chancen und Dienstleistungen für alle Einkommensklassen.
Nützliche Wörter / Umgangsformen
Sprache ist Englisch, Höflichkeit zählt:
- Hallo / Guten Tag: Hello / Hi
- Guten Abend: Good evening
- Bitte: Please
- Danke: Thank you
- Schön, Sie kennengelernt zu haben: Nice to meet you
Sicherheit und Tipps für Reisende
New York ist größtenteils sicher, aber:
- Abends vorsichtig in weniger belebten Gegenden
- Auf Wertsachen in überfüllten U-Bahnen achten
- U-Bahn- und Straßenverkehr genau beachten
Zwei besondere Highlights
- Kulturelle Vielfalt: Broadway, Museen, Street Art – New York ist ein Zentrum für Kunst und Kultur.
- Iconic Spots: Freiheitsstatue, Times Square, Central Park – diese Orte sollte man einmal erlebt haben.
Fazit
New York City ist ein Ort der Begegnungen, Möglichkeiten und Inspiration. Wer neugierig ist, die Vielfalt respektiert und offen auf Menschen zugeht, erlebt eine Stadt voller Energie, Kultur und unvergesslicher Momente.
🗺️Reiseroute
🗽 New York Reisebericht & Reisetipps – 3 Tage Route voller Highlights
New York City – die Stadt, die niemals schläft – ist ein Traumziel für viele Reisende. Auch für uns war es das große Finale unserer vierwöchigen Reise. In diesem New York Reisebericht nehmen wir dich mit auf unsere Route durch Manhattan und Brooklyn. Drei Tage hatten wir Zeit, um die bekanntesten New York Sehenswürdigkeiten zu erleben – vom Times Square über die Freiheitsstatue bis zur Brooklyn Bridge.
Hier findest du unsere 3 Tage New York Route, persönliche Erfahrungen und hilfreiche New York Reisetipps.
📍 Tag 1 – Erste Eindrücke von Manhattan
Nach unserer Landung am Flughafen Newark und einer kurzen Pause in unserer Unterkunft in North Bergen, starteten wir direkt in das Herz der Stadt.
New York Sehenswürdigkeiten am ersten Tag:
- Times Square
Gigantische Werbetafeln, Menschenmassen und eine unvergessliche Stimmung – der Times Square gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in New York. Tipp: Unter der roten Treppe kannst du bei TKTS vergünstigte Broadway-Tickets kaufen.
- Broadway
Die Theatermeile mit ihren Musicals liegt direkt am Times Square und ist ein Muss für Kulturfans.
- Rockefeller Center
Besonders bekannt im Winter mit Weihnachtsbaum und Eislaufbahn.
- Central Park mit dem Fahrrad
Wir nutzten Lyft Bikes – die erste halbe Stunde ist kostenlos. Perfekt, um einen ersten Eindruck vom größten Park in New York zu bekommen.
- 230 Fifth Rooftop Bar
Am Abend genossen wir den Ausblick auf das Empire State Building – ein echtes Highlight.
- Grand Central Terminal
Eine riesige Bahnhofshalle, die man aus Filmen wie „Madagascar“ oder „Avengers“ kennt.
👉 Unser Tipp: Das Empire State Building als Aussichtsplattform kann man sich sparen – es ist von anderen Hochhäusern umringt und bietet keine besonders gute Sicht.
📍 Tag 2 – Freiheitsstatue, Downtown & Brooklyn
Am zweiten Tag standen die Highlights im Süden Manhattans sowie ein Abstecher nach Brooklyn auf unserer Route.
New York Highlights am zweiten Tag:
- Staten Island Ferry
Die kostenlose Fähre fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei – ein genialer Fotospot mit Blick auf Manhattan und Brooklyn.
- Wall Street & Charging Bull
Der berühmte Börsenbulle und die New York Stock Exchange – perfekt für ein Erinnerungsfoto.
- 9/11 Memorial & One World Trade Center
Ein bewegender Ort, der einen still werden lässt. Absolut sehenswert.
- Brooklyn Bridge
Der Spaziergang über die Brooklyn Bridge ist ein echtes New York Highlight.
- DUMBO Viewpoint (Manhattan Bridge)
Ein beliebter Fotospot mit perfektem Blick auf die Manhattan Bridge.
- The Vessel & The Edge
Auch wenn das Vessel aktuell nicht mehr begehbar ist, lohnt sich ein Besuch. Gleich daneben liegt die Aussichtsplattform The Edge (kostenpflichtig).
- High Line Park
Ein Spazierweg durch das hippe Chelsea-Viertel mit Blicken auf Straßen und Häuser.
- Little Island
Ein neuer, über dem Wasser gebauter Park – modern, kreativ und sehenswert.
📍 Tag 3 – Shopping & Abschied
Am dritten Tag nutzten wir die Zeit für einen kleinen Einkaufsbummel. Wir besorgten noch amerikanische Süßigkeiten für Familie und Freunde, bevor es zum Flughafen JFK ging und unser Rückflug nach München startete.
Damit endete unsere New York Reise – mit unzähligen Eindrücken und dem Gefühl, dass man diese Stadt definitiv noch einmal besuchen muss.
💡 Praktische New York Reisetipps
- Fortbewegung
- Vieles ist fußläufig erreichbar.
- Mit dem 7-Tage-U-Bahn-Ticket lohnt es sich schon ab 7 Fahrten.
- Essen & Ausgehen
- Hotdogs an touristischen Ständen sind teuer (unserer kostete 15$ mit Getränk).
- Spannende Viertel zum Ausgehen: Lower East Side & East Village.
- Foodspots in New York
- Brooklyn Ice Cream Factory – Eis mit Skylineblick
- Shake Shack – legendäre Burgerkette
- Halal Guys – berühmte Reisplatten mit Fleisch & Soßen
- McQuins BBQ – gutes Fleisch zu fairen Preisen
✨ Fazit: 3 Tage in New York
Unsere New York Route für 3 Tage war perfekt, um die berühmtesten Sehenswürdigkeiten zu erleben. Von der Statue of Liberty über den Central Park bis zur Brooklyn Bridge – wir haben viele Highlights gesehen, aber New York bietet unendlich mehr.Ob für einen Kurztrip oder als Teil einer längeren Reise – New York City wird dich garantiert in den Bann ziehen.
🛏️Unterkünfte
New York: Super 8 by Wyndham North Bergen NJ/NYC Area
- Preis: ca. 42€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja (nur wenig Auswahl)
- Abholservice vom Flughafen: Nein, man kann sich aber einfach ein Uber am Flughafen buchen
- Beschreibung: Einfache Unterkunft im Stadtteil North Bergen. Wichtig ist es ist wirklich Abseits und man muss mit Busen oder Shuttlen ca. 30 Minuten in die Innenstadt fahren. Lage ist nicht sehr ideal für ein City Sightseeing.
Für Unterkünfte in anderen Stadtteilen ist mit ca. 300€ pro Nacht schnell zu rechnen. Zu empfehlende Stadtteile hierfür sind:
- Midtown Manhattan: gut für einen Erstbesucher in New York
- Chelsea & Greenwich Village: das echte New York
- Brooklyn: das unkonventionelle New York
- Queens & Jersey City: die günstigere Übernachtungslösung
Roadtrip - Westküste USA
Fehlt noch
Die Westküste der USA ist das perfekte Ziel für alle, die Freiheit, Natur und Abenteuer suchen. Zwischen den endlosen Straßen der Route 66, den gewaltigen Nationalparks wie Grand Canyon, Yosemite oder Sequoia und pulsierenden Städten wie Los Angeles, San Francisco und Las Vegas bietet der Westen alles, was das Roadtrip-Herz höherschlagen lässt.
Hier treffen Wüsten auf Küsten, Palmen auf Felsen, Neonlichter auf Sternenhimmel – und jede Meile erzählt ihre eigene Geschichte. Ob mit dem Mietwagen, Van oder Wohnmobil – die Westküste ist das ultimative Abenteuer auf vier Rädern.
👉 In meinen Routenvorschlägen findest du eine komplette Planung mit Highlights, Tipps zu Unterkünften, Strecken, Nationalparks und echten Geheimtipps abseits der Touristenpfade.
🇺🇸 Land und Leute
Die Westküste der USA fasziniert durch Vielfalt in Landschaft, Kultur und Lebensstil. Von den Stränden Kaliforniens über die Wüsten Nevadas und Arizonas bis zu den spektakulären Nationalparks in Utah – jeder Staat erzählt seine eigene Geschichte.
Kultur und Alltag
Die Menschen hier sind oft offen, locker und naturverbunden. In Kalifornien prägen Surferkultur, Filmindustrie und Tech-Szene den Alltag, während in Nevada vor allem Las Vegas für Unterhaltung und Glücksspiel steht. Utah beeindruckt durch religiöse Gemeinschaften (hauptsächlich Mormonen), traditionelle Werte und Outdoor-Aktivitäten. Arizona bietet eine Mischung aus Native American Kultur, Tourismus und Landwirtschaft.
Geld, Einkommen und soziale Verhältnisse
Die Lebenshaltungskosten variieren stark: Kalifornien gilt als teuer, wer hier über 100.000 USD Jahresgehalt verdient, lebt komfortabel. In ländlichen Teilen Arizonas oder Utahs ist der Lebensstil günstiger. Trotz Wohlstand gibt es Unterschiede – besonders in Städten mit hoher Nachfrage nach Wohnraum.
Nützliche Wörter / Umgangsformen
Die Sprache ist Englisch, und Höflichkeit wird geschätzt:
- Hallo / Guten Tag: Hello / Hi
- Bitte: Please
- Danke: Thank you
- Schön, Sie kennengelernt zu haben: Nice to meet you
Freundliches Smalltalk-Verhalten wird sehr geschätzt, etwa über Wetter, Sport oder lokale Events.
Sicherheit und Tipps für Reisende
Die USA sind generell sicher, doch:
- In Großstädten auf Wertsachen achten
- In Nationalparks auf Sicherheitsanweisungen und Tierverhalten achten
- Straßenverkehrsregeln beachten, besonders in abgelegenen Gebieten
Zwei besondere Highlights
- Nationalparks: Grand Canyon, Zion oder Yosemite sind Naturwunder, die man unbedingt gesehen haben sollte.
- Kaliforniens Strände & Lifestyle: Von Santa Monica bis Malibu – Sonne, Meer und Surferkultur prägen die Küste.
Fazit
Die Westküste der USA ist ein Land der Kontraste: pulsierende Städte, endlose Natur und vielfältige Kulturen. Wer offen auf Menschen zugeht und neugierig ist, erlebt hier Abenteuer, Inspiration und unvergessliche Landschaften.
🗺️Route
3 Tage in Las Vegas – Der perfekte Start einer Westküsten-Rundreise
Kaum eine Stadt ist so verrückt, bunt und widersprüchlich wie Las Vegas. Mitten in der trockenen Wüste Nevadas erhebt sich eine Stadt voller blinkender Lichter, überdimensionaler Hotels, riesiger Casinos und Unterhaltung rund um die Uhr. Für uns war Las Vegas der Startpunkt unserer Westküste USA Rundreise – und schon nach drei Tagen wussten wir: hier wird es nie langweilig.
Tag 1 – Ankunft und der erste Abend am Strip
Nach rund 13 Stunden Flug von München landeten wir am frühen Nachmittag. Schon beim Aussteigen aus dem klimatisierten Flugzeug wehte uns die trockene, heiße Wüstenluft entgegen – rund 33 Grad, sonnig und klar. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel war kurz, aber unvergesslich: plötzlich tauchten vor uns die ersten Riesenhotels am Las Vegas Strip auf – jedes größer und verrückter als das andere.
Als wir unser Hotel erreichten, standen wir erst einmal sprachlos vor der Einfahrt. Als wir das Zimmer bezogen hatten, zog es uns sofort zum Rooftop-Pool: Whirlpool, Liegen, große Leinwand mit Sportübertragungen und ein Blick, der weit über die Stadt hinausging.
Am Abend wagten wir uns zum ersten Mal auf den Strip. Wichtig zu wissen: Die Entfernungen täuschen! Zwischen zwei Kreuzungen können locker 15 Minuten Fußweg liegen – am Ende des Tages zeigt der Schrittzähler problemlos über 30.000 Schritte an.
Doch es lohnt sich:
- Überall leuchten LED-Bildschirme, Laser und Scheinwerfer.
- Menschenmengen strömen durch die Casinos, Bars und Hotels.
- Jedes Hotel ist frei zugänglich, mit eigenem Casino, Attraktionen und oft einer speziellen „Show“, die Touristen anlocken soll.
Wir starteten mit einem Abstecher zur LINQ Promenade. Hier kann man mit dem High Roller-Riesenrad fahren oder an einer Zipline über die Straße schweben. Unser Ziel war aber etwas anderes: der legendäre In-N-Out Burger. Preiswerte Burger in bester Qualität – unser Tipp: Animal Style bestellen (mit karamellisierten Zwiebeln, Käse & Extra-Soße).
Danach schlenderten wir durch verschiedene Casinos und sahen uns gleich zwei kostenlose Highlights an:
- Die Wassershow am Bellagio – gigantische Wasserfontänen, die im Takt zu Musik tanzen ( von 15:00 Uhr an alle 30 Minuten und ab 20:00 Uhr alle 15 Minuten - Samstag und Sonntag ab 12Uhr)
Mit all den Eindrücken im Kopf zogen wir uns spät in der Nacht zurück ins Hotelzimmer, wo wir bei einem kühlen Drink den Ausblick über die funkelnde Stadt genossen.
Tag 2 – Sightseeing & Casino-Hopping
Wir standen früh auf, um das berühmte „Welcome to Fabulous Las Vegas“-Sign zu besuchen. Ein Pflichtfoto! Tipp: Früh da sein, denn ab 10 Uhr wird es heiß und voll.
Danach begannen wir unseren „Hotel-Marathon“ entlang des Strips. Jedes Resort ist ein eigenes kleines Universum:
- Luxor Hotel: Ein riesiges Pyramidenhotel mit Sphinx davor. Innen dunkle Gänge, hier und da Shows und Ausstellungen.
- Mandalay Bay: Bekannt für sein Shark Reef Aquarium und die Show „Michael Jackson ONE“. Von hier sieht man auch das Allegiant Stadium, Heimat der Raiders.
- Excalibur Hotel: Ein kitschiges Märchenschloss mit Türmen – bei Familien beliebt.
- New York New York: Freiheitsstatue, Empire State Building, Wolkenkratzer. Drinnen kleine Straßen im New-York-Stil – und der legendäre Big Apple Coaster, mit dem wir tatsächlich eine Runde fuhren. Adrenalin pur (ca. 19 USD pro Fahrt).
- Paris Las Vegas: Mit Eiffelturm, französischem Boulevard-Ambiente und eleganten Restaurants.
- Caesars Palace: Einer der Klassiker, mit gigantischem Casino und einem beeindruckenden botanischen Garten.
- Bellagio: Nicht nur für die Fontänen bekannt, sondern auch für luxuriöse Innenarchitektur.
- Flamingo Hotel: Etwas älter, aber charmant – hier gibt es sogar einen kostenlosen kleinen Zoo mit echten Flamingos.
Es war inzwischen später Nachmittag und wir hatten wieder etliche Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Zur Abkühlung ging es zurück ins Hotel, wo wir kurz im Pool entspannten, bevor der Abend kulinarisch startete.
👉 Unser Spartipp für Essen in Las Vegas:
Das Ellis Island Casino & Brewery (ca. 20 Minuten zu Fuß vom Strip). Mit kostenloser Mitgliedskarte gibt es hier Essen zu Hammerpreisen:
- Full Rack Ribs + Getränk + Tip: ca. 26 USD
- Steak mit Beilagen: ca. 15 USD
Nach diesem Festmahl liefen wir noch einmal über den Strip, bewunderten das Venetian Hotel mit seinen Kanälen und künstlichem Himmel (inkl. Gondelfahrten wie in Venedig) und ließen den Tag mit ein paar Runden an den Spielautomaten ausklingen.
Tag 3 – Fremont Street & Outlet-Shopping
Am dritten Tag wechselten wir in eine größere Suite, da Freunde zu Besuch kamen. Dann ging es zur Fremont Street, dem „alten Strip“.
Schon beim Betreten taucht man in eine andere Welt ein: Über die gesamte Straße spannt sich ein LED-Dach, auf dem stündlich spektakuläre Musik- und Lichtershows laufen. Livebands und Straßenkünstler sorgen für Stimmung, während überall Menschen an den Spieltischen sitzen.
Die Casinos hier sind günstiger als am Strip: Roulette-Tische starten oft bei nur 5–10 USD Einsatz, die Getränke gibt es während des Spielens kostenlos. Wir spielten eine Weile, tranken Cocktails – und fühlten uns mittendrin im echten Las-Vegas-Feeling.
Bekannt ist hier auch der Heart Attack Grill: Wer sein XXL-Menü nicht aufisst, bekommt vor den Gästen den Hintern versohlt – ein reines Spektakelrestaurant.
Am Nachmittag stand Shopping an: Las Vegas Premium Outlets. Hier findet man Marken wie Tommy Hilfiger, Levi’s, Nike oder Calvin Klein deutlich günstiger als in Deutschland. Shirts für 25 €, Hosen ab 50 € – perfekt für eine Shopping-Ausbeute.
Zurück im Hotel stießen wir mit unseren Freunden bei einem kühlen Bier und Havana Cola am Pool an, bevor wir am Abend noch einmal zur Fremont Street aufbrachen, um die gigantische Lichtershow und die Livemusik zu genießen.
Fazit: Warum Las Vegas ein Muss ist
Las Vegas ist ein Ort der Extreme:
- Tagsüber flimmernde Hitze, nachts blinkende Lichter.
- Luxushotels neben günstigen Casinos.
- Freie Shows, aber auch teure Entertainment-Angebote.
Ob man nun spielt oder nicht: Las Vegas fasziniert. Für uns war es der perfekte Auftakt unserer USA Westküsten-Rundreise, voller Energie, Spaß und unvergesslicher Eindrücke.
Unsere Tipps für Las Vegas:
- Viel Wasser trinken & bequeme Schuhe einpacken (lange Wege!).
- Früh zum Welcome-Sign.
- Kostenlose Shows & Attraktionen nutzen.
- Essen abseits des Strips – Ellis Island ist unser Favorit.
- Shopping einplanen – Outlets sind deutlich günstiger als in Deutschland.
🚗 Tag 4 – Von Las Vegas ins Valley of Fire & weiter nach Springdale
Nach drei aufregenden Tagen in Las Vegas hieß es für uns: endlich Mietwagen abholen! Wir hatten unseren Wagen im Venetian Hotel gebucht – ein SUV, damit wir auch abseits der Hauptstraßen flexibel sind. Schon die erste Fahrt hinaus aus Las Vegas war ein Abenteuer: dichter Verkehr, breite Straßen, ganz anders als wir es als „Landeier“ von zuhause kannten.
Unser erstes Ziel: der Valley of Fire State Park. Bereits die Fahrt dorthin war ein Highlight – die Landschaft wechselte von grauen Wüstenflächen zu leuchtend roten Gesteinsformationen. Am Eingang zahlten wir 10 $ pro Fahrzeug. (Tipp: Wer mehrere Parks besuchen will, sollte gleich den America the Beautiful Annual Pass kaufen – kostet 80 $ für ein Jahr pro Fahrzeug und lohnt sich ab dem dritten Park. Man bekommt ihn direkt am Parkeingang.)
Im Valley of Fire hielten wir an mehreren Spots, jeder für sich ein kleines Wunder:
- Beehives & Arch Rock – bizarre Felsformationen, die wie Bienenkörbe wirken. Kurze Spazierwege (0,2 Meilen).
- Atlatl Rock – uralte Petroglyphen der Ureinwohner. Faszinierend, wie viel Geschichte in diesen Felsen steckt.
- Rainbow Vista – buntes Panorama, perfekt für Fotos. Eine kleine Wanderung führt zum Aussichtspunkt.
- Mouse’s Tank Road – eine der schönsten Straßen der USA, bekannt aus Filmen wie Transformers.
- Fire Wave – ca. 1-stündige Wanderung zu einer Welle aus Gestein in Rot- und Beigetönen. Für uns ein echtes Highlight! (Kleiner Spartipp: Die bekannte „The Wave“ in Arizona ist nur mit sehr schwer zu bekommender Permit möglich – die Fire Wave ist eine fantastische, kostenfreie Alternative.)
- Seven Sisters – sieben hohe Steinsäulen direkt an der Straße.
- Elephant Rock – kurzer Trail zu einem Stein, der wie ein Elefant aussieht.
Es war heiß, weit über 30 Grad. Zum Glück hatten wir uns vorher im Supermarkt eine Kühlbox besorgt (ca. 20 $ bei Walmart) – die beste Investition überhaupt. Eiskaltes Wasser und Snacks dabei zu haben, war in dieser Hitze einfach überlebenswichtig.
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Springdale, direkt am Eingang des Zion National Parks. Die Fahrt dauerte etwa 3 Stunden. Abends sprangen wir noch schnell in den Hotelpool – perfekter Ausgleich nach der Hitze – und aßen eine Kleinigkeit. Der Wecker war bereits auf 6 Uhr gestellt, denn am nächsten Tag wartete der berühmte Angels Landing Trail.
(Tipp: Achtung Zeitzonen! Von Nevada (Las Vegas) nach Utah (Zion, Bryce) stellt sich die Zeit um eine Stunde vor. Viele Handys wechseln ständig zwischen den Zeitzonen – das kann verwirrend sein. Plant also lieber eine Stunde Puffer ein.)
🏞️ Tag 5 – Zion National Park & Bryce Canyon
Früh morgens standen wir in Wanderschuhen vor dem Visitor Center des Zion National Parks. Der Eintritt kostet 35 $ pro Auto, doch mit unserem Annual Pass war er schon inklusive. Vom Visitor Center fahren Shuttle-Busse in den Park – Autos sind hier nicht erlaubt.
Unser Ziel war der berühmte Angels Landing Trail. Offiziell benötigt man dafür inzwischen eine Permit, die man online im Vorfeld beantragen muss. Wir hatten leider keine bekommen, entschieden uns aber, es einfach zu probieren – und hatten Glück! Am Morgen war noch kein Ranger am Einstieg, sodass wir losgehen konnten.
Der Weg begann harmlos entlang des Virgin Rivers, doch bald ging es steil bergauf. Schon hier boten sich fantastische Blicke in den Canyon. Der letzte Abschnitt war dann der Adrenalinkick: ein schmaler Grat mit steilen Abhängen links und rechts, gesichert nur durch Ketten. Nichts für schwache Nerven – kein Wunder, dass hier schon Unfälle passiert sind. Mit guten Schuhen und etwas Vorsicht war es aber machbar. Oben angekommen: absolute Gänsehaut! Sonnenaufgang, 360°-Blick über den Canyon – unvergesslich.
(Tipp: Unbedingt genug Wasser mitnehmen! Schon früh am Morgen ist es heiß, und die Wanderung dauert 3–4 Stunden.)
Neben Angels Landing gibt es im Zion NP noch weitere Highlights, die man gut mit dem Shuttle erreicht:
- Riverside Walk – gemütlicher Weg (1,8 km) entlang des Flusses, führt zu den Narrows (Wanderung im Flussbett zwischen hohen Felswänden).
- Emerald Pools Trail – kleine Wasserfälle und Teiche, familienfreundlich.
- The Grotto Trail – kurzer Weg zwischen Shuttle-Haltestellen.
Am Mittag verließen wir den Park über die Zion Mt. Carmel Road – eine spektakuläre Bergstraße mit Tunnelpassage. Für große Fahrzeuge wie Wohnmobile braucht man hier eine Extra-Permit. Wir hielten am Canyon Overlook Trail (ca. 1 Stunde) und an der Checkerboard Mesa, einer kurios karierten Felsformation.
Unser nächstes Ziel: Bryce Canyon National Park. Schon die Einfahrt war atemberaubend: tausende hellrote Felstürme („Hoodoos“) ragten wie Stalagmiten in den Himmel.
Wir starteten am Sunrise Point und liefen den Navajo Loop Trail – eine einfache, aber wunderschöne Wanderung, ca. 1–2 Stunden. Leider war die berühmte „Wall Street“ wegen Steinschlaggefahr gesperrt, aber auch so war der Loop ein Traum. Ziel war der Sunset Point, von wo aus wir zurück zum Ausgang liefen.
(Tipp: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Bryce Canyon sind magisch! Wer Zeit hat, sollte mindestens eine Übernachtung einplanen.)
Abends ging es für uns weiter nach Page (Arizona). Da es im Oktober schon früh dunkel wurde, ließen wir den Lake Powell aus und fuhren direkt zum Essen zu John’s BBQ. Riesenportionen, Liveband, texanisches BBQ-Feeling – unbedingt zu empfehlen!
🌄 Tag 6 – Lake Powell, Horseshoe Bend & Antelope Canyon
Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst den Glen Canyon Dam, der den Lake Powell aufstaut. Mehrere Aussichtspunkte geben Einblicke in die riesige Staumauer. Viele Viewpoints sind Teil von State Parks und kosten extra (ca. 15 $ pro Auto).
Das nächste Highlight war das weltberühmte Horseshoe Bend – eine 270°-Kurve des Colorado Rivers. Vom Parkplatz (10 $ pro Auto) läuft man ca. 15 Minuten bis zur Aussichtsplattform. Wir waren absolut beeindruckt: der Blick in die Tiefe, das türkisgrüne Wasser, die Steilwände – Gänsehaut pur! Plant hier mindestens 1 Stunde ein, auch wenn der Weg kurz ist.
Danach fuhren wir zum Antelope Canyon – einem der schönsten Slot Canyons der Welt. Wir entschieden uns für den Lower Antelope Canyon, da er günstiger war als der Upper (ca. 60–70 $ statt 100–120 $). Unser Navajo-Guide führte uns 1,5–2 Stunden durch den Canyon, erklärte die Entstehungsgeschichte und zeigte uns die besten Foto-Spots. Er wusste genau, wie man die Kamera halten muss, um das perfekte Bild zu bekommen.
(Tipp: Die beste Zeit für den Antelope Canyon ist zwischen 11 und 13 Uhr, wenn die Sonne in den Canyon fällt und die berühmten Lichtstrahlen sichtbar sind. Außerdem unbedingt Trinkgeld für den Guide einplanen – die Tour lebt von ihrer Persönlichkeit.)
Am Nachmittag verabschiedeten sich ein paar Mitreisende, während wir zu dritt weiter zum Grand Canyon South Rim fuhren. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis – überall standen Rehe und Hirsche an der Straße. Wichtig: sehr vorsichtig fahren, besonders in der Dämmerung!
Wir erreichten den Grand Canyon zwar erst zum Sonnenuntergang, aber schon die ersten Blicke waren überwältigend. Am South Rim gibt es zahlreiche Viewpoints – jeder einzelne bietet einen anderen Blick in die gewaltige Schlucht.
Unser Tagesabschluss war ein entspannter Abend im Whirlpool unseres Hotels in Flagstaff – genau das Richtige nach diesem vollgepackten Tag.
Tag 7 – Auf der historischen Route 66 von Seligman bis zum Hoover Dam
Nach dem Frühstück stand heute wieder ein echter Roadtrip-Tag auf dem Programm. Unser Ziel: ein Stück amerikanische Geschichte erleben – die legendäre Route 66 zwischen Kingman und Seligman. Diese Strecke gilt als einer der schönsten und authentischsten Abschnitte der „Mother Road“ und ist ein Muss für alle, die das echte Amerika-Gefühl spüren wollen.
Schon kurz nach dem Start legten wir einen ersten Fotostopp am gut erhaltenen Route-66-Schild bei Paulden ein – ein perfektes Erinnerungsfoto auf dem Asphalt der berühmtesten Straße der USA. Danach ging es weiter nach Seligman, dem wohl kultigsten Ort entlang dieser Strecke. Hier scheint die Zeit in den 50er-Jahren stehen geblieben zu sein: bunt bemalte Häuser, rostige Oldtimer am Straßenrand, kleine Shops voller Nostalgie und jede Menge Route-66-Schilder. Besonders sehenswert ist der legendäre Angel & Vilma’s Route 66 Gift Shop, der als inoffizielles Herzstück des Ortes gilt – hier begann einst die Wiederbelebung der alten Straße, nachdem sie vom Highway-System verdrängt wurde.
Weiter ging es zu einem ganz besonderen Ort: der Hackberry General Store – ein echter Geheimtipp und ein Highlight für jeden Route-66-Fan. Schon von außen wirkt die alte Tankstelle wie ein Filmset: Ein verrosteter Oldtimer steht vor der Tür, drinnen hängen Dollarnoten an der Decke, und jede Wand ist über und über mit Aufklebern und Erinnerungen aus aller Welt bedeckt. Der Duft von altem Holz und Motoröl, dazu Countrymusik aus einem alten Radio – ein Stück Americana, wie man es heute kaum noch findet.
Am Nachmittag erreichten wir schließlich Kingman, eine kleine, aber charmante Stadt, die ebenfalls tief mit der Geschichte der Route 66 verbunden ist. Hier kehrten wir im kultigen Mr. D’z Route 66 Diner ein – ein typisches American Diner mit pink-türkisen Wänden, Jukebox-Sound und legendären Milchshakes. Gleich gegenüber steht eine alte Eisenbahn, die an die goldene Ära des Reisens erinnert. Wer Zeit hat, kann hier auch das Route 66 Museum besuchen – wir entschieden uns jedoch für ein Erinnerungsfoto im riesigen Route-66-Logo am Boden direkt neben dem Diner.
Zum Abschluss des Tages ging es weiter Richtung Hoover Dam – eines der beeindruckendsten technischen Bauwerke der USA, das die Grenze zwischen Nevada und Arizona markiert. Leider kamen wir erst nach Sonnenuntergang an, sodass wir den Damm nur im Dunkeln überqueren konnten. Trotzdem war der Moment, auf dieser gewaltigen Staumauer zu stehen, ein besonderes Erlebnis – wissend, dass sie ganze Landstriche mit Energie versorgt und ein Symbol amerikanischer Ingenieurskunst ist.
👉 Fazit: Ein Tag voller Geschichte, Nostalgie und echter Roadtrip-Romantik – die Route 66 hat ihren ganz eigenen Zauber. Zwischen alten Tankstellen, Neonlichtern und endlosen Straßen spürt man hier den Geist vergangener Zeiten – ein Muss auf jeder USA-Reise.
Tag 8 – Durch das Death Valley nach Ridgecrest
Wir sind an diesem Morgen schon früh um 7 Uhr in Boulder City gestartet, da die Tagesetappe mit rund 8 Stunden Fahrzeit angesetzt war. Ein wichtiger Tipp: Verlasst euch nicht blind aufs Navi. Uns wollte es über einen gesperrten Feldweg schicken, der nach Unwettern nicht mehr passierbar war. In einer Region wie dem Death Valley kann das schnell gefährlich werden – also lieber doppelt prüfen.
Schon am Parkeingang war es anders als in den Nationalparks zuvor: Der Annual Pass wurde nicht kontrolliert. Kurz darauf tauchte jedoch auf der rechten Seite ein unscheinbares Gebäude auf – ein kleines Visitor Center ohne Personal. Hier konnten wir uns eine Karte holen und nachschauen, welche Straßen geöffnet waren.
Da es im Death Valley extrem heiß werden kann – im Sommer bis zu 56 °C, selbst Mitte Oktober hatten wir noch knapp 40 °C – ist es entscheidend, genug Wasser und Snacks mitzunehmen. Restaurants oder Shops gibt es unterwegs kaum.
Unsere Route durch das Death Valley
- Entrance Sign
Natürlich hielten wir gleich am Eingangsschild für das obligatorische Erinnerungsfoto. - Visitor Center am Parkeingang
Karte geholt, Straßen gecheckt – von außen eher unscheinbar, aber nützlich. - Zabriskie Point
Nur wenige Minuten Fußweg vom Parkplatz. Von hier aus sahen wir schon die glänzende Salzfläche tief unten im Tal. Der Blick auf die bizarren Erosionslandschaften war einfach spektakulär. - Furnace Creek (Visitor Center)
Hier klärten wir noch einmal ab, ob es Sehenswürdigkeiten gibt, die wir nicht verpassen sollten. - Golden Canyon
Wir wagten eine kleine Wanderung hinein – der Name kommt von der intensiven goldenen Färbung des Sandsteins. Schon 30 Minuten rein und wieder raus reichten vollkommen, da die Hitze gnadenlos war. Ab 10 Uhr ist das Wandern hier ohnehin verboten, um Besucher zu schützen. - Devils Golf Course
Über einen kurzen Feldweg erreichten wir diese bizarre Salzwüste. Die scharfkantigen Salzformationen türmen sich über Jahre auf – ein echtes Naturwunder. - Badwater Basin
Der tiefste Punkt Nordamerikas! Vom Parkplatz liefen wir etwa 30 Minuten hinein auf die schneeweiße Salzfläche. Hin und zurück brauchten wir knapp eine Stunde. Auch hier gilt: nur bei moderaten Temperaturen machbar, bei großer Hitze gesperrt. - Artists Palette
Ein asphaltierter Rundweg führte uns zu Aussichtspunkten, von denen die „Berge“ in kräftigen Farben schimmerten – von Rosa über Grün bis Violett. Ein echtes Highlight im Abendlicht! - Harmony Borax Works
Eine kleine historische Stätte, die erklärt, wie hier früher Borax abgebaut wurde. Interessant, aber kein Muss, wenn man wenig Zeit hat. - Sanddünen von Mesquite
Fast schon überraschend tauchten plötzlich Dünen vor uns auf – wie aus einer anderen Welt. Ein toller Kontrast zu den Felsen und Salzwüsten davor.
Am Abend erreichten wir schließlich Ridgecrest, eine kleine Stadt, die sich gut als
Übernachtungsstopp eignet, wenn es am nächsten Tag in den Sequoia National Park geht. Viel los war hier zwar nicht, aber nach einem so langen Tag waren wir ohnehin froh über ein Bett und eine Dusche.
✨ Spartipp für Death Valley:
Tankt unbedingt voll, bevor ihr in den Park fahrt – die wenigen Tankstellen im Death Valley sind extrem teuer. Außerdem lohnt es sich, eine Kühlbox (Affiliate-Link), eine Handyhalterung fürs Auto (Affiliate-Link) und genügend Trinkflaschen (Affiliate-Link) mitzunehmen. Das spart nicht nur Geld, sondern macht den Roadtrip viel entspannter.
Tag 9 – Giganten des Waldes: Der Sequoia National Park
Am frühen Morgen machten wir uns wieder auf den Weg – ein weiterer Tag voller unvergesslicher Naturmomente stand bevor. Unser Ziel: der Sequoia National Park, bekannt für seine majestätischen Mammutbäume, die zu den größten und ältesten Lebewesen der Erde zählen.
Schon bei der Einfahrt in den Park wurde unser Annual Pass kontrolliert. Nur wenige Minuten später erreichten wir den ersten spektakulären Fotostopp: den Tunnel Log. Hier kann man mit dem Auto durch einen quer liegenden Mammutbaum fahren, in den ein Tunnel geschnitten wurde – ein echter Klassiker und eines der beliebtesten Fotomotive des Parks.
Unser nächster Halt war der Big Tree Trail, ein gemütlicher Rundweg auf Holzstegen durch eine grüne Waldlichtung. Hier ist die Chance am größten, vielleicht sogar einen wilden Schwarzbären zu sehen – wir hatten zwar kein Glück, aber allein der Gedanke sorgte für Spannung. Der Spaziergang war ruhig und eindrucksvoll, überall ragten uralte Baumriesen empor, und oft waren wir die einzigen Besucher weit und breit.
Weiter ging es in den Giant Forest, das Herzstück des Parks. Auf einem Rundweg machten wir uns auf den Weg zum General Sherman Tree – dem größten lebenden Baum der Welt, gemessen am Stammvolumen. Als wir davorstanden, fühlten wir uns winzig. Kaum zu glauben, dass diese Bäume schon seit mehreren Tausend Jahren hier stehen und jeden Sturm, jede Dürre überlebt haben. Selbst unser Auto wirkte daneben wie ein Spielzeug.
Bevor wir den Park verließen, machten wir noch einen Abstecher zum Moro Rock Trail. Der kurze, aber steile Aufstieg führt über zahlreiche Stufen auf einen Felsen in luftiger Höhe. Oben angekommen, wird man mit einem grandiosen Panoramablick über den Sequoia National Park belohnt – ein perfekter Abschluss für diesen Tag.
Nach einem Tag voller Eindrücke, staunender Blicke nach oben und unzähligen Fotos der Baumriesen fuhren wir weiter Richtung Norden. Nach über sieben Stunden Autofahrt erreichten wir am Abend Oakhurst, das Tor zum nächsten Highlight unserer Reise: dem Yosemite National Park
Tag 10 – Zwischen Wasserfällen und Felsgiganten: Yosemite National Park
Nach den langen Fahrstrecken der letzten Tage starteten wir heute etwas entspannter in den Tag. Nach einem gemütlichen Frühstück – und einem eiskalten Corona Extra (unser kleiner Roadtrip-Geheimtipp für den perfekten Start 😄) – machten wir uns auf den Weg in den berühmten Yosemite National Park.
Schon vor dem Eingang zeigte sich, wie beliebt der Park ist: Eine lange Autoschlange wartete geduldig darauf, hineinfahren zu dürfen. Nach etwa 15 Minuten war es soweit – und wir wurden mit einem der schönsten Anblicke der ganzen Reise belohnt.
Als wir durch den langen Tunnel fuhren und plötzlich auf das Yosemite Valley hinausschauten, lag vor uns ein spektakuläres Panorama: steile Felswände, tiefe Täler und das satte Grün der Wälder. Direkt nach dem Tunnel gibt es auf der linken Seite einen Parkplatz – der perfekte Spot für ein ikonisches Foto des Yosemite-Tals mit dem El Capitan und dem Half Dome im Hintergrund.
Wir genossen den Moment, bevor wir uns zu einer kleinen Wanderung durch eine von einem Fluss umrahmte Lichtung aufmachten. Die Hoffnung, vielleicht einen echten Bären zu sehen, blieb leider unerfüllt – aber allein die Kulisse war atemberaubend.
Unser nächster Stopp war der Yosemite Fall, der bekannteste Wasserfall des Parks. Im Oktober führt er zwar deutlich weniger Wasser, doch der Anblick war trotzdem beeindruckend. Nach etwa 30 Minuten Fußweg vom Parkplatz erreichten wir das Becken am Fuß des Falls – perfekt, um kurz die Füße ins kalte Wasser zu halten. Bei starkem Wasserfluss färbt sich der Wasserfall bei Sonnenuntergang übrigens rotglühend – ein echtes Naturwunder!
Natürlich darf auch der Half Dome, das Wahrzeichen des Parks, nicht fehlen. Seine gewaltige Granitkuppel ragt imposant in den Himmel. Wer mehr Zeit hat, kann im Yosemite zahlreiche Wanderungen einplanen – von einfachen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Trails mit fantastischen Aussichtspunkten.
Zum Mittag machten wir an einer ausgewiesenen Picknickstelle Rast – mit Brotzeit, Kaffee und einem kleinen Schmunzeln über die bärensicheren Mülleimer, die es hier überall gibt.
Danach fuhren wir den Tioga Pass entlang. Mit jedem Kilometer wurde es kühler, der Himmel zog sich zu und schließlich setzte Regen ein. Ein Schild am Straßenrand warnte sogar: „Achtung – Bären kreuzen!“ Leider bekamen wir keinen zu Gesicht.
Oben am Pass angekommen entschieden wir spontan, die Route über Carson City und den Lake Tahoe auszulassen, um Zeit zu sparen und den nächsten Tag entspannter zu gestalten. Wir kehrten nach Oakhurst zurück – zufrieden und beeindruckt von der landschaftlichen Vielfalt Kaliforniens.
👉 Hinweis: Seit einiger Zeit ist für den Yosemite National Park eine Reservierung zu bestimmten Tageszeiten nötig – besonders in der Hochsaison. Prüft daher unbedingt vorher online, ob ihr ein Zeitfenster buchen müsst.
Kleiner Tipp: Wer keine Zeit für den Sequoia National Park hat, findet im Mariposa Grove des Yosemite ebenfalls beeindruckende Mammutbäume.
Tag 11 – Von den Goldgräbern bis ans Meer: Auf nach San Francisco
Heute stand ein weiterer, abwechslungsreicher Reisetag bevor. Nach einem kräftigen Frühstück machten wir uns auf in Richtung San Francisco – allerdings mit einigen spannenden Zwischenstopps entlang der Strecke.
Unser erster Halt war Coulterville, ein charmantes altes Goldgräberdorf. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: alte Saloons, Western-Fassaden, Holzveranden und Relikte aus der Goldrauschzeit. Besonders die alten Eisenbahnwaggons und Werkzeuge erzählten ihre ganz eigene Geschichte aus dem 19. Jahrhundert.
Weiter ging es nach Greeley Hill, wo wir auf dem Weg alte Feuerwehrfahrzeuge entdeckten – ein unerwarteter, aber schöner Fund. Danach führte uns der Weg weiter Richtung Pazifikküste zum Point Reyes National Seashore, einer wilden, ursprünglichen Halbinsel nordwestlich von San Francisco.
Leider zeigte sich das Wetter typisch kalifornisch-herbstlich: kühl, neblig und windig. Trotzdem erkundeten wir die Gegend. Besonders sehenswert war die Pierce Point Ranch, ein historischer Milchviehbetrieb in komplett weißer Holzbauweise – wunderbar erhalten und sehr fotogen.
Vom Parkplatz aus unternahmen wir anschließend eine kleine Wanderung zum McClures Beach – eine einsame Bucht mit tosender Brandung und beeindruckenden Felsformationen. Danach ging es weiter zum Cypress Tree Tunnel, einer Allee aus knorrigen Zypressen, die sich malerisch über der Straße wölben – ein absolutes Fotomotiv.
Ein weiterer kurzer Stopp war der Drakes Beach, bevor wir schließlich einen Aussichtspunkt erreichten, von dem aus man Seelöwen an der Küste beobachten konnte. Ihre lauten Rufe hallten über das Wasser – ein wildes, beeindruckendes Naturschauspiel.
Unser letzter Halt im Nationalpark war der Point Reyes Lighthouse, ein malerischer Leuchtturm an der westlichsten Spitze der Landzunge. Bei gutem Wetter kann man von hier aus sogar Wale sehen – wir hatten leider Pech mit dem Nebel.
Zurück auf der Hauptstraße führte unsere Route weiter entlang der Küste über Stinson Beach und Muir Beach. Pünktlich zum Sonnenuntergang klarte der Himmel auf – goldene Sonne, Surfer im Wasser, Musik aus den Vans. Der perfekte Westküstenmoment.
Kurz vor San Francisco senkte sich dann wieder der berühmte Nebel über die Stadt. Es nieselte leicht, als wir über die Golden Gate Bridge fuhren – mystisch und filmreif zugleich.
Wir checkten in unserem Hotel ein, holten uns etwas zu essen von einer kleinen Burgerkette und ließen den Abend mit einem Bier im Pub ausklingen.
Ein weiterer perfekter Reisetag – voller Kontraste, Natur, Geschichte und Küstenmagie.
🌁 Tag 12 – Ankunft in San Francisco & erste Erkundungen
Am späten Abend erreichten wir San Francisco – und wie es sich gehört, tauchte die Stadt mystisch im Nebel auf. Am nächsten Morgen starteten wir mit einem Ticket für die berühmten Cable Cars. Über die Muni-App gibt es dafür verschiedene Varianten: 8 $ nur für die Cable Cars oder 13 $ für den kompletten Nahverkehr. Für den Anfang reichte uns die reine Cable Car-Version völlig – schließlich wollte man ohnehin damit fahren.
Unser erster Stopp war die Fisherman’s Wharf, das Herzstück der Hafenpromenade. Am Pier 39 versammelten sich Dutzende Seelöwen auf den schwimmenden Plattformen – laut, faul und unglaublich witzig anzuschauen. Von hier aus hatten wir außerdem einen tollen Blick auf die Insel Alcatraz.
Zum Mittagessen kehrten wir in die berühmte Boudin Bakery ein. Hier bekommt man Suppe serviert in frisch gebackenem Sauerteigbrot – typisch San Francisco und wirklich lecker. Preislich im Mittelfeld, aber absolut empfehlenswert. Wer möchte, kann in der Wharf auch das Madame Tussauds oder Ripley’s Believe it or Not besuchen – wir entschieden uns allerdings für Bewegung:
Mit dem Fahrrad fuhren wir zur Golden Gate Bridge. Ein Tipp: Fotos am besten erst kurz vor der Brücke machen – die ersten Schnappschüsse sind meist zu früh und wirken unspektakulär. Wir radelten sogar ein Stück auf die Brücke hinaus, doch für eine komplette Überquerung mit anschließender Fährfahrt zurück hätte ein halber Tag eingeplant werden müssen.
Auf dem Rückweg stoppten wir noch am Palace of Fine Arts, einem wunderschönen Bau mit Parkanlage. Am Abend ging es ins Hotel – und später spontan zu einem Pre-Season-Spiel der Golden State Warriors. Ein echtes Highlight für Basketballfans!
🏙 Tag 13 – Cable Car-Erlebnisse & Alcatraz
Auch am nächsten Tag standen die Cable Cars im Mittelpunkt. Ein absoluter Tipp: Nicht an der ersten Station einsteigen, da diese meist überfüllt ist. Eine Haltestelle weiter bekommt man oft noch einen Platz außen – und das ist das wahre Erlebnis.
Danach ging es zu den berühmten Painted Ladies, einer Reihe bunter viktorianischer Häuser, bekannt aus vielen Filmen und Serien. Weiter mit dem Bus erreichten wir den Golden Gate Park. Unsere Meinung: nett, aber ziemlich weitläufig und für viele Bereiche fällt extra Eintritt an. Für uns eher enttäuschend – den kann man bei Zeitmangel auch auslassen.
Ein echtes Highlight folgte am Nachmittag: die Fahrt nach Alcatraz. Die Fähre startete am Pier 44 (Tickets sollten unbedingt im Voraus gebucht werden). Schon die Überfahrt war spektakulär, mit Blick auf die Skyline, die Golden Gate Bridge und die Insel. Auf Alcatraz selbst war die Audioguide-Tour durch die Gefängniszellen spannend und detailreich, auch wenn sie sich für unseren Geschmack etwas zog.
💡 Tipp zu San Francisco Hotels: Achtet bei der Buchung unbedingt darauf, dass Parkplätze im Preis enthalten sind. Wir zahlten für 3 Tage ganze 120 $ extra – eine unnötige Kostenfalle.
💡 Nightlife: Ein richtiges Ausgehviertel haben wir in San Francisco nicht gefunden – die Stadt schläft im Vergleich zu L.A. oder Las Vegas etwas früher.
🌊 Tag 14 – Start auf dem Highway 1: Von San Francisco nach Monterey
Früh um 8 Uhr verließen wir San Francisco. Unser erster Stopp: der Campus der Stanford University (nicht Oxford 😉). Die imposante Anlage war einen kurzen Spaziergang wert. Danach machten wir uns auf Richtung Silicon Valley.
Am Googleplex konnten wir leider nur von außen schauen – Besucher sind nicht willkommen. Anders bei Apple: Im Visitor Center am Infinite Loop gibt es einen großen Store, und wir nahmen sogar an einer kostenlosen Kameraschulung teil.
Dann begann unsere Reise entlang des berühmten Highway 1 Scenic Drive. Beim Gray Whale Beach hing noch Nebel über dem Wasser, doch die vielen Surfer sorgten für kalifornisches Flair. Besonders kurios: Ein Taco Bell direkt am Strand mit Terrasse – die perfekte Low-Budget-Mahlzeit mit Meerblick!
Weiter ging es nach Santa Cruz, bevor wir am Abend in Monterey ankamen. Hier schlenderten wir durch die Innenstadt und aßen in einem gemütlichen Restaurant zu Abend.
🐋 Tag 15 – Monterey, Whale Watching & der 17-Mile Drive
Monterey gilt als einer der besten Orte für Whale Watching in Kalifornien. Durch den tiefen Meerescanyon direkt vor der Küste hat man hier besonders hohe Chancen, Buckelwale und sogar Blauwale zu sehen. Die Touren starten am Fisherman’s Wharf. Weiter südlich (z. B. San Diego) sind die Preise günstiger, aber die Trefferquote sinkt.
Ein weiteres Highlight war das berühmte Monterey Bay Aquarium. Besonders schön: das interaktive Berühren von Haien und kleinen Mantas. Parkplätze sind direkt davor sehr teuer – besser am Hotel parken oder auf günstige Straßenplätze ausweichen.
Danach fuhren wir den legendären 17-Mile Drive entlang. Für 15 $ Eintritt (wird beim Essen in teilnehmenden Restaurants erstattet) bekommt man spektakuläre Ausblicke, Golfplätze, Seehunde am „Seelöwenberg“ und die ikonische Lone Cypress.
Am Nachmittag folgte ein Abstecher zum Pfeiffer Beach. Die enge einspurige Straße dorthin ist schon ein Erlebnis. Nach einem kurzen Fußweg standen wir an einem traumhaften Strand mit violett schimmerndem Sand.
Eigentlich wollten wir noch die berühmten McWay Falls besuchen, eine Wasserfallkulisse am Meer. Doch im Oktober war es schon zu dunkel. Am Abend erreichten wir San Luis Obispo, wo wir zufällig in eine kleine Feier stolperten – inklusive Einführung in die Geschichte des Smokey Bear, dem Maskottchen für Waldbrand-Prävention.
🍇 Tag 16 – Wein, Dänemark in Kalifornien & die Küste nach Santa Monica
Am nächsten Tag fuhren wir durch das Santa Maria Valley, ein bekanntes Weinanbaugebiet. Unser erster Stopp war die Rancho Sisquoc Winery – leider etwas touristisch und teuer. Besser ist es, sich spontan an den ausgeschilderten Weingütern entlang der Straße zu orientieren.
Weiter ging es nach Solvang, einer Kleinstadt, die komplett im dänischen Stil gebaut wurde. Windmühlen, Fachwerkhäuser und kleine Bäckereien sorgten für einen kuriosen, aber charmanten Stopp.
In Santa Barbara hielten wir am Pier und spazierten die Strandpromenade entlang. Die Kombination aus Meer, Palmen und spanisch angehauchter Architektur ist einfach traumhaft.
Am Abend erreichten wir Malibu. Hier war es bereits dunkel, sodass wir keinen richtigen Strandzugang fanden. Dafür war die nächste Station umso eindrucksvoller: Santa Monica. Die breiten Strände, die günstigen Parkhäuser direkt am Meer (teilweise die ersten 90 Minuten kostenlos) und der legendäre Santa Monica Pier mit seinen Fahrgeschäften bildeten den perfekten Abschluss des Tages.
🌴 Los Angeles – 3 Tage voller Highlights zwischen Hollywood, Stränden & Action
🏈 Tag 1 – Inglewood, SoFi Stadium & Hollywood
Nach einem entspannten Morgen mit Frühstück und Pool in unserem Hotel in Inglewood machten wir uns auf den Weg zu einem absoluten Highlight: dem SoFi Stadium, Heimat der LA Rams. Als große NFL-Fans war es für uns ein Traum, einmal ein Spiel live zu erleben. Schon auf dem Parkplatz lag ein unglaubliches Flair in der Luft: Fans grillten, es gab Gewinnspiele von Sponsoren (wir gewannen sogar ein Handtuch!) und die Stimmung war einfach gigantisch.
Die Eintrittspreise sind hoch – wir zahlten rund 260 $ pro Ticket gegen die Carolina Panthers – aber jeder Cent war es wert. Das Stadion selbst ist futuristisch und riesig, die Halbzeitshows, Cheerleader, Livebands und die Nationalhymne machten das Ganze zu einem überwältigenden Erlebnis.
💡 Spartipp: Essen & Trinken unbedingt vorher! Ein Bier im Stadion kostete unglaubliche 18 $.
Nach dem Spiel mussten wir kurz zum Flughafen, um die Batterie unseres Autoschlüssels bei Hertz tauschen zu lassen – eine kleine Odyssee auf dem riesigen Gelände, aber am Ende funktionierte wieder alles.
Direkt neben dem Flughafen gibt es übrigens einen echten Geheimtipp: In-N-Out Burger. Der Burger ist günstig und lecker, und man kann dabei Flugzeuge beobachten, die im Landeanflug extrem tief über das Restaurant hinwegdonnern – ein Erlebnis für sich.
Am Abend checkten wir in unser Hotel nahe dem Hollywood Boulevard ein. Das Viertel ist nachts etwas schummrig, aber die berühmte Straße mit Walk of Fame, Bars und Kinos einmal abzugehen, war ein Muss.
🌆 Tag 2 – Downtown LA, Santa Monica & Venice
Früh morgens starteten wir Richtung Downtown Los Angeles. Den Wagen stellten wir in einer Parkgarage ab – schon ab 5–10 $ pro Tag, was für LA echt günstig ist.
Zu Fuß erkundeten wir das Zentrum und liefen folgende Route:
- Bradbury Building – eine architektonische Perle, bekannt aus Filmen wie Blade Runner.
- Grand Central Market – Food-Market mit Streetfood aus aller Welt.
- Angels Flight – die historische Mini-Standseilbahn, die einen für 1 $ bar den Hügel hinauf zum Financial District bringt.
- Walt Disney Concert Hall – futuristische Architektur mit der Möglichkeit, kostenlos aufs Dach zu gehen und einen tollen Blick über Downtown zu genießen.
- Grand Park – bunte Springbrunnen und Sitzgelegenheiten.
- Los Angeles City Hall – vom 26. Stockwerk aus kostenloser Panoramablick über die Stadt.
- Union Station – eindrucksvolle Architektur, besonders von außen.
- Olvera Street – mexikanisches Flair mit Souvenirläden.
- Chinatown – gut für frisches Obst, Getränke und Souvenirs (wer schon in San Francisco war, kann diesen Stopp aber überspringen).
Nachmittags zog es uns zurück ans Meer – diesmal nach Santa Monica. Wir verbrachten den Tag am Strand, badeten bei 35 °C und schlenderten anschließend noch über den berühmten Santa Monica Pier. Tipp: Wer mehr Zeit hat, kann mit dem Rad am Strand entlang bis zum Venice Beach fahren.
Am Abend besuchten wir die romantischen Venice Canals, die im Sonnenuntergang besonders schön sind. Danach noch kurz rüber zum Venice Beach – Skateboard-Rampen, Muscle Beach, Palmen, Street Art und eine besondere Atmosphäre machen diesen Ort so einzigartig. Parken kostet hier meist pauschal 5 $, egal wie lange.
Zurück im Hotel gönnten wir uns noch einen letzten Spaziergang über den Hollywood Boulevard.
🎬 Tag 3 – Universal Studios, Hollywood Sign & Griffith Observatory
Der letzte Tag in Los Angeles begann mit einem Highlight: den Universal Studios Hollywood.
🎟 Wichtig: Tickets unbedingt vorab online kaufen (z. B. bei Groupon oft günstiger). Neben dem Eintritt fallen zusätzlich 35 $ Parkgebühren pro Auto an.
Der Park ist riesig und mehr Erlebnis-Kino als klassischer Freizeitpark.
Unsere Empfehlung für die Route:
- Gleich zu Beginn die Simpsons Ride, da die Warteschlangen hier schnell sehr lang werden.
- Danach in den unteren Teil: Jurassic World, The Mummy und Transformers.
- Anschließend die Studio Tour – absolut legendär, mit originalen Filmsets, Spezialeffekten und spannenden Einblicken in Hollywood-Produktionen.
- Zum Abschluss Harry Potter World – perfekt inszeniert und unglaublich atmosphärisch.
Ein ganzer Tag vergeht hier wie im Flug – und wir hätten locker noch länger bleiben können.
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Hollywood Sign. Unser Tipp: 3160 Canyon Lake Drive – von hier aus hat man einen freien Blick auf das berühmte Wahrzeichen, ohne störende Bäume oder Zäune.
Zum Sonnenuntergang ging es dann zum Griffith Observatory. Vor 10 Uhr morgens und nach 10 Uhr abends ist das Parken kostenlos. Von hier oben hat man einen unglaublichen Blick über die endlose Stadt – besonders in der Dämmerung, wenn die Lichter von Los Angeles langsam angehen. Ein perfekter Abschluss für unseren Aufenthalt.
Am Abend fuhren wir weiter nach Long Beach, wo der nächste Abschnitt unserer Reise startete.
Tag 19 – Von Long Beach nach Solana Beach (Halbzeit auf dem Weg nach San Diego)
Nach einem entspannten Start in Long Beach stand für uns erstmal Sightseeing an. Besonders spannend: die Queen Mary, ein stillgelegtes Kreuzfahrtschiff, das im Hafen liegt. Schon von außen wirkt das gigantische Schiff wie ein Stück lebendige Geschichte – perfekt für ein paar Fotos und einen kleinen Rundgang.
Shopping-Fans können in den Outlets von Long Beach stöbern. Wir haben bei Nike und Levi’s zugeschlagen – Preis-Leistungs-Tipps, die sich lohnen. Die anderen Stores waren eher Durchschnitt, daher spart man sich am besten die Zeit.
Danach wollten wir Strand-Feeling genießen, doch der Long Beach Beach enttäuschte uns: verdreckt, viele Obdachlose, das Wasser wenig einladend – der Hafen tut sein Übriges. 👉 Tipp: Fahrt lieber gleich ein Stück weiter zum City Beach oder noch schöner – zum Sunset Beach.
Der Sunset Beach ist ein Traum – feiner Sand, ein ruhigeres Setting und ein wunderschöner Blick aufs Meer. Wir haben uns sofort verliebt und gescherzt, dass wir uns hier eines Tages ein Haus in erster Reihe kaufen würden.
Gleich nebenan liegt der Huntington Beach – für viele der „klassische“ kalifornische Strand. Surfer, weite Strände und diese relaxte Stimmung – hier fühlt man sich sofort angekommen.
Am Abend rollten wir nach Solana Beach ein, einem kleinen Küstenort. Am Meer eine knusprige Pizza im italienischen Stil essen und den Sonnenuntergang genießen – der perfekte Ausklang eines entspannten Roadtrip-Tages.
Tag 20 – Von Solana Beach nach San Diego
Nach einem ausgedehnten Frühstück und einer Runde im Hotelpool & Hot Tub starteten wir in Richtung San Diego.
Unser erster Stopp: La Jolla Cove – ein Highlight! Die malerische Bucht ist Heimat zahlreicher Seelöwen, die man schon von weitem hört und riecht 😉. Mit einer Tauchbrille und Schnorchel wird’s hier noch spektakulärer – zwischen Fischen und Seelöwen schwimmen, ein unvergessliches Erlebnis! Wer es gehobener mag: Im Restaurant George’s at the Cove speist man mit atemberaubendem Meerblick.
La Jolla Shores eignet sich super zum Parken oder für einen Strandstopp, danach ging es für uns weiter zum Pacific Beach. Perfekt für Surfer – aber Vorsicht: die Wellen sind unberechenbar, brechen hoch und schnell. Es macht riesig Spaß, man sollte aber Respekt vor der Brandung haben.
Nicht weniger eindrucksvoll: Mission Beach – breite Strände, Palmen, eine entspannte Atmosphäre. Und weiter südlich: die Sunset Cliffs. Wie der Name schon verrät, DER Ort für magische Sonnenuntergänge. Am Wochenende kann man hier sogar Surfbretter und Anzüge kostenlos testen – ideal, um sich einfach mal ins Abenteuer zu stürzen.
Zum Abschluss besuchten wir das Old Point Loma Lighthouse mit dem berühmten Aussichtspunkt Whale Overlook. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick aufs Meer, mit etwas Glück sogar auf Wale.
Am Abend tauchten wir ins mexikanische Flair von San Diego ein: das Gaslamp Quarter ist der Hotspot für Bars, Clubs und Restaurants. Zwischen historischen Gebäuden und Neonlichtern genossen wir Cocktails, leckeres Essen und die ausgelassene Stimmung.
Tag 21 – San Diego pur
Der Tag begann im Balboa Park, einem riesigen Areal mit Museen, Gärten und dem berühmten Zoo. Wir haben „nur“ einen Spaziergang gemacht, aber allein die Architektur und die grünen Oasen lohnen sich schon.
Weiter ging es in die Old Town, das historische Herz San Diegos. Mit den bunten Häusern, mexikanischem Essen und Musik fühlt man sich hier wie in eine andere Zeit versetzt.
Ein Highlight war für uns das USS Midway Museum – ein ausgedienter Flugzeugträger. Beeindruckend, wie riesig dieses Schiff ist, und spannend, die Abläufe an Bord nachzuvollziehen. Wir haben locker 3–4 Stunden dort verbracht – absolut empfehlenswert!
Später fuhren wir über die Brücke nach Coronado Island. Am Coronado Beach wartete feinster Sandstrand und ein großartiger Blick auf die Landebahn der nahegelegenen Militärbasis – spannend und ungewöhnlich zugleich.
Unser Hotel hatte einen Rooftop-Pool mit Blick auf Stadt und Hafen – hier ließen wir den Abend mit Drinks ausklingen, bevor es wieder ins Gaslamp Quarter ging. San Diego bei Nacht ist lebendig, voller Musik und guter Laune. Wir feierten bis tief in die Nacht – ein perfekter Abschluss für diese Etappe unserer Reise.
Extra Tipps für San Diego
- Ocean Beach: jung, alternativ, Bars und Surfkultur pur.
- Little Italy: perfekt für authentische italienische Küche.
- Essen: in der Old Town unbedingt bei Tako Factory, The Taco Stand oder Casa de Reyes vorbeischauen.
- Whale Watching: je nach Saison ein echtes Erlebnis.
- Action-Tipp: Jetski leihen und unter der Coronado Bay Bridge entlangfahren – Adrenalin pur!
Tag 22 – Von San Diego durchs Hinterland bis Twenty Nine Palms
Nach den pulsierenden Tagen in San Diego stand heute wieder ein abwechslungsreicher Roadtrip-Tag an. Schon am Vormittag machten wir uns auf den Weg Richtung Osten – mit dem ersten Highlight gleich an der Grenze zu Mexiko:
Las Americas Premium Outlets
Direkt vor der Grenze liegt eines der größten Outlet-Center Kaliforniens mit über 100 Stores. Von Sportmarken wie Adidas, Nike, Puma, Quiksilver und Billabong bis hin zu Klassikern wie Ralph Lauren, Tommy Hilfiger oder Timberland – hier findet wirklich jeder etwas. Besonders lohnenswert: Die oft zusätzlichen Rabatte, die man bekommt, wenn man sich für den Newsletter anmeldet oder die App herunterlädt. Einfach im Store nachfragen – es lohnt sich!
👉 Tipp: Selbst bei einem Wechselkurs von 1:1 Euro/Dollar waren die Preise für amerikanische Marken deutlich günstiger als bei uns. Plant hier unbedingt genug Zeit ein, wenn ihr shoppen möchtet.
Borderfield State Park
Ein besonderer Ort, den man nicht alle Tage sieht: der Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko, der bis ins Meer hineinragt. Der Zugang war bei uns eingeschränkt – wir mussten fast eine Stunde zu Fuß laufen, da man nicht näher heranfahren durfte. Doch der Anblick, wenn sich der Zaun tatsächlich im Ozean verliert, ist eindrucksvoll und bedrückend zugleich. Ein Ort, der einen nachdenklich stimmt und den Roadtrip um eine ganz andere Facette bereichert.
Temecula Valley
Von der Grenze ging es für uns weiter ins Landesinnere. Das Temecula Valley ist bekannt als eine der besten Weinregionen Kaliforniens. Wir legten einen Stopp bei Maurice Carrie Winery ein – ein tolles Erlebnis! Die Weine waren nicht nur geschmacklich überzeugend, sondern auch preislich sehr fair (mehr Wein für weniger Geld 😉). Auch europäische Sorten standen hier auf der Karte – ein schöner Mix aus kalifornischem Flair und vertrauten Aromen. Tipp: Wer ein bisschen mehr Zeit hat, kann gleich mehrere Weingüter abklappern und sich ein echtes Wein-Tasting-Abenteuer gönnen.
Palm Springs (optional)
Wir haben Palm Springs nur passiert, aber die Stadt ist bekannt für ihre luxuriösen Resorts, Spas und die ikonische Mid-Century-Architektur. Wer einen entspannten Zwischenstopp einlegen möchte, findet hier den perfekten Ort für eine Nacht in einem Kurort mitten in der Wüste.
Twenty Nine Palms
Am Abend erreichten wir schließlich Twenty Nine Palms, unser Tor zum Joshua Tree Nationalpark. Eigentlich mitten in der Wüste gelegen, erwartete uns hier überraschend windiges und kühles Wetter – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns am nächsten Tag in der einzigartigen Landschaft des Joshua Tree erwarten sollte.
Tag 23 – Joshua Tree Nationalpark & Fahrt nach Phoenix
Nach einem gemütlichen Frühstück in unserem Hotel in Twenty Nine Palms machten wir uns früh am Morgen auf den Weg in den nur wenige Minuten entfernten Eingang des Joshua Tree Nationalparks. Der Wind vom Vorabend hatte sich gelegt, und während die Sonne langsam über der Wüste aufging, fuhren wir hinein in eine der faszinierendsten Landschaften Kaliforniens.
Wir starteten bewusst früh, da uns ein voller Tag mit vielen Stopps und kleineren Wanderungen erwartete.
Skull Rock
Schon von der Straße aus gut sichtbar liegt der berühmte Skull Rock, ein Felsen, der durch seine Form an einen Totenkopf erinnert. Ein kurzer Fotostopp lohnt sich unbedingt – wir nutzten die Gelegenheit für ein paar Bilder und liefen zusätzlich den kleinen Rundweg um den Felsen.
Hidden Valley
Ein Highlight im Park! Der Hidden Valley Trail (1 Mile Loop) ist eine kurze, aber wunderschöne Wanderung. Hier spürt man die Ruhe und Abgeschiedenheit des Nationalparks besonders intensiv. Zwischen den Felsen öffnen sich immer wieder kleine Täler – ideal, um die besondere Stimmung des Joshua Tree einzufangen.
Barker Dam Nature Trail
Eine weitere kurze Runde (ebenfalls ca. 1 Mile), die uns inmitten bizarrer Felsformationen zu einem alten Staudamm führte. Im Sommer ist dieser oft trocken, doch wenn Wasser vorhanden ist, zieht das kleine Reservoir viele Tiere an. Selbst ohne Wasser war die Kulisse absolut sehenswert.
Cap Rock
Ein Mini-Trail mit weniger als einer Meile, dafür mit spannenden Infos über die Entstehung der Wüstenlandschaft. Hier versteht man besser, wie sich die Natur über Jahrtausende geformt hat.
Keys View
Ein absolutes Muss! Der Aussichtspunkt ist bequem mit dem Auto erreichbar und bietet einen spektakulären Blick über die beiden Wüstenregionen, aus denen der Joshua Tree NP besteht: die Mojave-Wüste (mit den ikonischen Joshua Trees) und die Colorado-Wüste (karg, felsig und fast mondähnlich). Bei klarer Sicht reicht der Ausblick bis Mexiko.
Cholla Cactus Garden
Ein kurzer, 0,4 Meilen langer Rundweg führt durch einen regelrechten „Wald aus Kakteen“. Besonders im Morgen- oder Abendlicht leuchten die Chollas golden – ein tolles Fotomotiv und ein faszinierender Kontrast zur felsigen Landschaft.
Cottonwood Spring
Zum Abschluss unserer Parktour besuchten wir die grüne Oase Cottonwood Spring. Riesige Palmen wachsen hier mitten in der Wüste – fast surreal. Wer genug Zeit hat, sollte mindestens eine Stunde zum Wandern einplanen. Der gesamte Trail dauert 4–6 Stunden, wir beschränkten uns auf den kürzeren Teil.
👉 Fazit: Der Joshua Tree Nationalpark war für uns ein absolutes Highlight der Reise! Die skurrilen Felsen, die Kakteen und die unendliche Weite wirkten wie eine Landschaft von einem anderen Planeten – teils wie Mars, teils wie eine surreale Traumwelt.
Algodones Dunes – die Wüste lebt
Auf dem Weg Richtung Phoenix tauchten wie aus dem Nichts die gigantischen Algodones Dunes auf. Die bis zu 90 Meter hohen Sanddünen erinnerten uns stark an die Sahara. Typisch amerikanisch: Auf den Dünen standen Wohnmobile und Pick-ups, während Leute mit getunten Beach Buggies und Quads über den Sand rasten. Ein absolut verrücktes, aber sehenswertes Schauspiel!
Dinner-Stopp – Booty’s Wings, Burgers & Beer
Zum Abendessen machten wir Halt bei Booty’s Wings, Burgers & Beer – perfekt für einen NFL-Spieltag! Die Atmosphäre war super entspannt, die Burger richtig lecker, und es gab gute Angebote zu Essen & Drinks. Tipp: Die Location liegt sehr praktisch, wenn man aus Richtung Joshua Tree kommt.
Ziel: Scottsdale / Phoenix
Am Abend erreichten wir schließlich Scottsdale bei Phoenix, wo wir unser Hotel bezogen. Nach dem erlebnisreichen Tag mit Natur, Abenteuer und gutem Essen ließen wir den Abend entspannt ausklingen – und freuten uns schon auf die nächsten Highlights in Arizona.
Tag 24 – Wandern zwischen Kakteen & Goldgräbergeschichten in Arizona
Nach einem gemütlichen Frühstück und einem kurzen Stopp im sprudelnden Jacuzzi starteten wir in einen weiteren aktiven Tag – diesmal stand Wandern rund um Phoenix auf dem Programm. Unser erstes Ziel: der Piestewa Peak, einer der bekanntesten Aussichtspunkte der Region. Schon beim Aufstieg wurden wir von der eindrucksvollen Wüstenlandschaft Arizonas begleitet. Überall ragten riesige Saguaro-Kakteen in den Himmel – genau die ikonischen Kakteen, die man sonst nur aus Westernfilmen kennt. Der Weg war anstrengend, aber die Aussicht vom Gipfel entschädigte für jede Schweißperle: ein atemberaubender Blick über Phoenix und die endlosen Weiten des amerikanischen Südwestens.
Anschließend wanderten wir noch ein Stück des Dreamy Draw Loop Trails, um die Landschaft aus einer anderen Perspektive zu genießen. Die Sonne brannte inzwischen ordentlich – typisch Arizona – und so entschieden wir uns, rechtzeitig umzukehren, bevor es zu heiß wurde.
Unser nächster Stopp war die Goldfield Ghost Town, eine liebevoll erhaltene alte Goldgräberstadt. Zwischen knarrenden Holzhäusern, Saloon-Schildern und staubigen Wegen fühlte man sich wirklich wie im Wilden Westen. Besonders spannend: die Führung in das alte Minentunnelsystem, bei der man mit einem rustikalen Aufzug in die Tiefe fuhr. Dort erfuhren wir alles über das Leben der Goldsucher, die harten Arbeitsbedingungen und die Faszination des Goldrauschs. Ein echtes Highlight – authentisch, informativ und voller Westernflair.
Am späten Nachmittag erreichten wir wieder Scottsdale, wo wir übernachteten. Bevor die Sonne unterging, hielten wir noch kurz am Botanical Garden – der Eintritt war uns an dem Tag allerdings zu teuer, also begnügten wir uns mit ein paar schönen Außenaufnahmen.
Zum Abendessen kehrten wir in ein gemütliches Restaurant in der Innenstadt ein. Dort gab es eine herrlich cremige Mac ’n’ Cheese Suppe, die man individuell mit Toppings verfeinern konnte – Bacon, Tomaten, Avocado und Hähnchenfilet machten das Ganze zu einem wahren Geschmackserlebnis. Ein echter Geheimtipp! Anschließend schlenderten wir noch durch die stimmungsvoll beleuchteten Straßen von Scottsdale, bevor wir müde, aber zufrieden in unser Hotelbett fielen.
👉 Fazit: Arizona zeigte sich heute von seiner schönsten Seite – wilde Natur, prickelnde Hitze, Western-Geschichte und kulinarische Überraschungen. Ein Tag voller Kontraste und echter Erlebnisse!
Tag 25 – Rote Felsen, Wüstenzauber und ein Wiedersehen mit Las Vegas
Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Highlight unserer USA-Rundreise: Sedona, die Stadt der roten Felsen. Schon bei der Anfahrt leuchteten die markanten Gesteinsformationen im warmen Morgenlicht – ein unvergesslicher Anblick.
Unser erster Stopp war der Bell Rock, einer der bekanntesten Felsen Sedonas. Selbst von der Straße aus ist er imposant, doch wer ein paar Minuten Zeit hat, sollte kurz abbiegen und auf einem der ersten Parkplätze anhalten – perfekt für ein Foto mit dieser gewaltigen Kulisse.
Weiter ging es zum Cathedral Rock, einem wahren Wahrzeichen der Region. Diese Felsformation strahlt eine fast spirituelle Ruhe aus, besonders im Kontrast zur intensiven Sonne Arizonas. Wer mag, kann hier kleine Trails laufen oder einfach den Ausblick genießen.
Eigentlich stand auch die Devil’s Bridge auf unserem Plan – die bekannteste Naturbrücke der Gegend. Doch da der Parkplatz völlig überfüllt war und der Weg bis zum Startpunkt zu weit gewesen wäre, ließen wir diesen Spot schweren Herzens aus. Für alle, die früh dran sind, lohnt sich aber die etwa zweistündige Wanderung – besonders wegen der spektakulären Felsbrücke am Ende.
Stattdessen entschieden wir uns für eine andere Tour: den Oak Creek Canyon Trail zur Subway Cave. Diese Wanderung war eines unserer Abenteuer des Tages – nicht ganz einfach zu finden, da es keine klaren Wegmarkierungen gibt. Man folgt kleinen Trampelpfaden, von denen viele im Nichts enden. Doch wer den richtigen Pfad erwischt, wird belohnt: Nach rund zwei Stunden steht man in der beeindruckenden Subway Cave, einem natürlichen Tunnel, der mittags vom Sonnenlicht golden erleuchtet wird – ein Ort wie geschaffen für spektakuläre Fotos.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg Richtung Las Vegas – mit einem unverzichtbaren Zwischenstopp: dem legendären Mr. D’z Route 66 Diner in Kingman. Hier fühlt man sich wie in den 50ern: Neonlichter, Jukebox-Musik und der beste Oreo-Milkshake, den wir je getrunken haben. Ein Pflichtstopp für alle Roadtrip-Fans!
Am Abend erreichten wir wieder Las Vegas – diesmal die historische Fremont Street. Unser Hotel, das Plaza Hotel & Casino, lag direkt am alten Strip. Zwischen flimmernden Neonlichtern, Straßenkünstlern und Livemusik tauchten wir noch einmal tief in die wilde, schillernde Welt von Vegas ein. Es war eine Nacht voller Energie, Musik und funkelndem Casinoglanz – ein perfekter Abschluss unseres Südwest-Abschnitts.
Tag 26 – Abschied vom Westen & ein letztes Vegas-Abenteuer
Der nächste Morgen begann früh – unser Mitreisender machte sich auf den Heimweg, während wir noch einen letzten Tag in Las Vegas verbrachten. Bevor wir aufbrachen, nutzten wir noch den Pool unseres Hotels und spazierten ein letztes Mal über die Fremont Street, die am Vormittag noch angenehm ruhig war.
Danach stand ein weiteres Naturhighlight auf dem Programm: der Red Rock Canyon National Conservation Area, nur rund 30 Minuten außerhalb der Stadt. Schon die Fahrt dorthin ist eindrucksvoll – plötzlich weicht das bunte Chaos von Vegas einer stillen, roten Wüstenlandschaft. Im Visitor Center holten wir uns eine Karte, dann ging es auf den berühmten Scenic Drive: 21 Kilometer durch eine spektakuläre Mischung aus rotem, gelbem und weißem Gestein.
An einem der Aussichtspunkte starteten wir eine kleine Wanderung mit dem Ziel, einen Blick auf Las Vegas aus der Ferne zu erhaschen. Die Natur war beeindruckend – Felsen, Sand und Kakteen wechselten sich ab, und zwischendurch entdeckten wir tatsächlich eine handgroße, behaarte Spinne – vermutlich eine Vogelspinne. Ein echtes Wüstenabenteuer!
Zurück in der Stadt parkten wir unser Auto beim The Venetian, einem der bekanntesten Hotels am Strip. Noch einmal ließen wir uns vom Glanz und der Größenwahnsinnigkeit der Mega-Casinos mitreißen, genossen ein klassisches In-N-Out-Burger-Menü und saugten die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes in uns auf.
Am Abend gaben wir den Mietwagen bei Hertz ab und fuhren mit dem Taxi zum Flughafen. Ein Nachtflug brachte uns in unser nächstes großes Abenteuer – New York City. Schlaf fanden wir kaum, zu sehr kreisten die Gedanken um all das, was wir in den letzten Wochen erlebt hatten.
Fazit unserer 26 Tage an der Westküste der USA 🌵
Nach 26 Tagen, über 4.000 Kilometern und unzähligen Eindrücken blicken wir auf einen Roadtrip zurück, der kaum vielfältiger hätte sein können. Die USA Westküste ist ein Traumziel für alle, die Freiheit, Natur und Abenteuer lieben. Vom pulsierenden Leben in Los Angeles über die endlose Weite der Wüste in Nevada bis hin zu den gewaltigen Landschaften im Yosemite Nationalpark – jeder Tag brachte neue Highlights und unvergessliche Momente.
Ein besonderes Kapitel unserer Reise war ganz klar Las Vegas. Schon die Einfahrt in die Stadt der Lichter war ein Erlebnis für sich. Nach Tagen in der Natur tauchten wir in eine völlig andere Welt ein – grelle Neonlichter, riesige Hotels, Themenwelten und Shows, die ihresgleichen suchen. Wir schlenderten über den berühmten Strip, sahen tanzende Wasserspiele, spielten ein paar Runden im Casino und genossen das bunte Treiben bis spät in die Nacht. Trotz aller Hektik hat Las Vegas etwas Magisches – als würde die Stadt nie schlafen und einen immer wieder aufs Neue in ihren Bann ziehen.
Unsere Route durch Kalifornien, Nevada und Arizona führte uns vorbei an gewaltigen Canyons, surrealen Felsformationen und charmanten Küstenstädten. Besonders beeindruckend waren der Grand Canyon, das nächtliche Lichtermeer von Las Vegas, die traumhaften Strände entlang des Highway 1 und die legendäre Einfahrt über die Golden Gate Bridge nach San Francisco.
Ein USA-Westküsten-Roadtrip bedeutet aber nicht nur Sehenswürdigkeiten abzufahren – es ist das Gefühl von grenzenloser Freiheit, wenn man mit Musik im Ohr über die Highways gleitet, spontan anhält, um den Sonnenuntergang in der Wüste zu genießen, und abends irgendwo zwischen Natur und Stadt in einem typischen Diner landet.
Wer eine ähnliche Rundreise durch den Westen der USA plant, sollte mindestens drei bis vier Wochen einplanen. In dieser Zeit lässt sich eine perfekte Mischung aus Städten, Nationalparks und Pazifikküste erleben.
Egal ob Naturfan, Fotograf oder einfach Reiseliebhaber – die Westküste der USA ist ein Erlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt. Wir nehmen unzählige Erinnerungen, neue Perspektiven und das Gefühl mit, dass die Welt dort draußen einfach atemberaubend schön ist.
🛏️Unterkünfte
Las Vegas: Marriott's Grand Chateau
- Preis: ca. 103€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: nein
- Abholservice vom Flughafen: Nein, Taxi oder Uber
- Beschreibung: Gute Preisleistung, Sicht vom Rooftop Pool auf den Strip und Las Vegas. Kein Casino Hotel
Wer in einem echten Casino Hotel am Strip übernachten möchte hat die Qual der Wahl. Ich würde mich aber vermutlich für das Flamingo Las Vegas entscheiden, da es hier Poolpartys gibt die als nicht Hotelgast Eintritt kosten.
Zion NP: Zion Park Motel
- Preis: ca. 45€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: nein
- Beschreibung: Kleine Unterkünfte am Eingang zum Zion NP mit Pool. Ideal, wenn man am nächsten Morgen früh in den Park starten möchte.
Page: Holiday Inn Page
- Preis: ca. 47€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung: Schöne Unterkunft mit Pool und Whirlpool mit perfekter Lage zwischen den Sehenswürdigkeiten.
Flagstaff: Residence Inn Flagstaff
- Preis: ca. ?€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Boulder City: Best Western Hoover Dam Hotel
- Preis: ca. ?€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Ridgecrest: SpringHill Suites Ridgecrest
- Preis: durch Punkte kostenlos
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Yosemite NP: Holiday Inn Oakhurst
- Preis: ca. 57€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
San Francisco: Found Hotels
- Preis: ca. 62€ pro Nacht und Person
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Monterey Bay: SureStay Hotel by Best Western Seaside Monterey
- Preis: ?
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
San Luis Obispo:
- Preis: ?
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung: Gebucht mit Hotwire - Hotel
Los Angeles: Courtyard by Marriott Los Angeles LAX/HawthorneWird
- Preis: ca. 135$ pro Nacht
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung: Fußläufig Sofi Stadium erreichbar. Parplatz kostenlos inkludiert.
Los Angeles: Sunset West Hotel
- Preis: ca. 69€
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Long Beach: Residence Inn Long Beach Downtown
- Preis: Punkte
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung: kostenloses Parken inkludiert. Mega Lage am Meer mit Pool.
Solana Beach: Courtyard by Marriott San Diego Del Mar/Solana Beach
- Preis: Punkte
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
San Diego: SpringHill San Diego
- Preis: ca. 57,70€
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Joshua Tree: Fairfield Inn & Suites Twentynine Palms
- Preis: ca. 57,70€
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Phoenix: Courtyard by Marriott Scottsdale
- Preis: ?
- Frühstück inkludiert: ja
- Beschreibung:
Las Vegas: Plaza Hotel & Casino
- Preis: ca. 39€
- Frühstück inkludiert: nein
- Beschreibung:
📊Kosten
Unsere Kosten für 26 Tage USA Westküste und 3 Tage New York:
- 2x Flug (MUC-LAS-JFK-MUC): ca. 565€
- 2x Flug (LAS-EWR): ca. 178€
- Unterkünfte: Bezahlte Nächte Westküste: ca. 1590 / 66 pro Nacht (2x Freinächte herausgerechnet)
Bezahlte Nächte New York: 115 / 57,50 pro Nacht
- Essen, Trinken, täglicher Bedarf: ca. 1.173€ / 57€ pro Tag
- Aktivitäten und Eintritte: ca. 870€
- Mietwagen + Benzin + Parken: ca. 700€
- Taxi und Uberkosten: ca. 245€
--> Gesamt: ca. 5.436€ für alles was wir ausgegeben haben pro Person (+ 2 frei Nächte in Hotels inklusive Frühstück)
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